Warte nicht, dass Dinge sich ändern…

Warte nicht, dass Dinge sich ändern…

Ich fühle mich bemüßigt, an folgendes zu erinnern,und ich sage gleich dabei, dass ich (auch) lange gebraucht habe, um das zu kapieren, weil es alles bisher Gelernte buchstäblich auf den Kopf stellt:
 
Die Aussage „Warte nicht, dass Dinge sich ändern, ändere sie selbst“ halte ich heute nicht mehr für geeignet, in die eigene Kraft zu kommen.
Ich fand das Bild mit dem Text ausgerechnet auf einer Seite gegen Sucht und Depression.
Was passiert, wenn ich versuche, mich an dieses Motto zu halten und es geht mir damit nicht besser? Dann muss ich mich mehr anstrengen, logisch, dann habe ich wohl noch irgendwas falsch gemacht, denn bei anderen klappt das ja anscheinend auch. Und wenn es dann immer noch nicht passiert, wenns mir dann immer noch nicht besser geht? …… Ja, so funktioniert dieses System – anstrengen, noch besser werden, Fehler vermeiden, unbedingt gesund werden wollen….
 
Das Ganze basiert auf der (irrigen) Idee, ich könnte hier irgendwas (durch meinen Willen) bewirken, und wenns nicht klappt, muss es wohl an mir liegen – wodurch genau das in die Welt gerufen bzw verstärkt wird, was gerade vermieden werden sollte: Schuld-Suche bei sich selbst mit nachfolgenden Stimmungstiefs oder was da persönlich dann alles so hochkommt.
 
Ich als Mensch halte mich bestenfalls für eine Art Wahrnehmungsorgan der universellen Energie.
 
Zwei Zitate, die ich für passend halte:
„Es irrt der Mensch, solange er strebt.“
(Johann Wolfgang von Goethe)
 
„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“
(Arthur Schopenhauer)
 
Advertisements